FamilienUNalltag – Tag 2 #coronatagebuch

Unser Familienleben in der Pandemie – Studium, Job, Homeoffice und zwei Kinder daheim

Unser Tag 2

Noch während des Frühstücks verzieht der Mann sich ins Arbeitszimmer und bleibt dort bis zum Mittag. Mein Versuch nebenbei etwas für einen Job zu texten, endet mit einer kurzen Krise. Ich kann keinen Satz zu Ende schreiben, ohne dass ein „Mamaaaa?“ oder gegenseitiges Anschreien der beiden Elsen mich aus meinen Gedanken reisst. Ich gebe also schon um 9 Uhr nach ganzen 100 Wörtern Text auf.

Wir machen einen Ausflug in die Natur und wie gestern bin ich entspannt, sobald wir die Siedlung hinter uns gelassen haben. Wir verbringen schöne Stunden bis zum Mittag und danach tauschen der Mann und ich kurz. von 12.30 – 15 Uhr besetze ich den Arbeitsplatz, der Mann und die Kinder bauen im Garten ein Piratenschiff. Pünktlich zum nächsten Wechsel gibt es wieder Zoff bei den Kindern und meine Nerven liegen blank, obwohl das Arbeiten sich gerade wie Erholungspause angefühlt hat.

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FamilienUNalltag – Tag 1 #coronatagebuch

Unser Familienleben in der Pandemie – Studium, Job, Homeoffice und zwei Kinder daheim

Unser Tag 1

Nach dem Frühstück starte ich erstmal mit einem Einkauf. 1 1/2 Stunden für 3 Geschäfte und insgesamt 20 Artikeln auf der Einkaufsliste. Ich muss in 3 Geschäfte, um Mehl zu kaufen. Das Paket, das ich erwische, liegt im falschen Regal und findet wohl auch nur deshalb den Weg in meinen Einkaufswagen. Der Geburtstagskuchen für übermorgen ist gerettet.

Den restlichen Vormittag verbringen wir draußen, weit entfernt von allen anderen. Das Wort Corona höre ich seit langem nicht ein einziges Mal während des ganzen Ausflugs. Wir spazieren am Feld, pflücken die ersten Blumen, besuchen Kälbchen und kehren zum Mittag wieder zu Hause ein.

Natur in Lüneburg, Rettmer, Familienleben in der Pandemie
erzwungene Entschleunigung

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FamilienUNalltag – Tagebuch im Corona-Ausnahmezustand

Unser Familienleben in der Pandemie – Studium, Job, Homeoffice und zwei Kinder daheim

Am Freitag, den 13. schrieb ich dem Mann: „Jetzt gerade könnte ich wirklich heulen.“ Bis zum Vortag war ich noch sehr gelassen mit dem Thema Corona umgegangen. Alles wirkte noch sehr weit weg, vieles hielt ich für Panikmache. Und dann innerhalb von Stunden: Kitaschließung, Absage diverser Veranstaltungen, Ausfall sämtlicher Kurse der Kinder und auch meiner liebsten Gedichte für Wichte-Gruppe. Plötzlich war ich betroffen. Ich saß gerade mit den Kindern im Zug von Lüneburg zu den Großeltern an die Ostsee, als mich eine Nachricht nach der anderen erreichte. Und Zack, kam ich mir auf einen Schlag wie eine Rabenmutter, -freundin und -tochter vor, weil ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur „Risikogruppe“ war. Und das auch noch, um offline meine eigenen sozialen Kontakte zu pflegen.

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Land unter

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