FamilienUNalltag – Tag 4 #coronatagebuch

Unser Familienleben in der Pandemie – Studium, Job, Homeoffice und zwei Kinder daheim

Unser Tag 4

Der Mann muss heute ins Büro. Ich wache um 5.20 Uhr auf und versuche die ruhige Zeit zu nutzen. 30 Minuten später, den Kopf voll mit Gedanken, die raus müssen, sitze ich schon mit Kind am Arm hängend da und versuche schnell noch ein paar Dinge zu erledigen. Gar nicht so einfach, in dieser Position die richtigen Tasten zu drücken und Mails nicht versehentlich vorzeitig zu versenden oder zu löschen.

Experimente, lebenmit Kindern, coronatagebuch
Experimente – gesehen bei phaeno Wolfsburg

Zweiter Versuch von Homeoffice nach dem Frühstück. Die Kinder spielen gerade so schön… Bis ich den Laptop aufklappe. 10 Fragen, 1 Streit und ein „Uuupsi. Das erzählen wir Mama aber nicht“ in fünf Minuten. Ok, dann spielen wir eine Runde zusammen. Wir wechseln vorher nochmal die Windel, gehen dabei am vollen Wäschekorb vorbei, nehmen ihn mit, ich beantworte weitere 5 Fragen vom Vorschulkind und nebenbei machen wir gemeinsam die Waschmaschine an. Jeder will natürlich genau gleich viele Teile in die Maschine stecken und achjaaa, ich hatte ja gemeinsames Spielen versprochen. Der Blumenkohl an meinem Ohr wächst und wächst. Die Liste mit: „Wenn ich nachher kurz Zeit hab“-Gedanken in meinem Kopf ebenfalls.

Bis zum Mittag versuche ich es gar nicht erst nochmal mit dem Arbeiten. Danach klappt es immerhin für eine Stunde. Am Nachmittag gehen wir unter Protest beider Kinder raus und wie jeden Tag verbringen wir eine richtig gute Zeit ohne Stress, ohne andere Menschen in den abgelegensten Lüneburger Ecken.

social Distancing, soziale Isolation, Corona,
Allein unterwegs in Lüneburg

Nach dem Abendbrot kann ich endlich ins Arbeitszimmer und die ersten 5 Minuten starre ich einfach nur aus dem Fenster. Kein Gedanke, nichts zu sehen und zu hören. Jetzt bloß schnell alles aufschreiben und wenigstens ein oder zwei Sachen zu Ende bringen, damit der Tag sich ein klitzekleines Bisschen nach einem Erfolg anfühlt.

Befinden

Ich schreibe dem Mann bereits um 10 Uhr: „Wie lange noch?“ Das Gefühl, gerade nichts zu schaffen oder wenigstens zu Ende zu denken, wurmt mich am meisten.

Ich habe meine Gedichte-für-Wichte-Gruppe heute echt vermisst. Die Klärung, was online gehen könnte, läuft.

Irgendwie ist mir heute alles gleichgültig, was mit Corona zu tun hat. Weder Sorgen, noch Interesse irgendwas darüber zu lesen sind präsent. Ich merke allerdings, wie sehr das ständige online sein an meinen Nerven zerrt.

Inspiration

Heute habe ich gesehen, dass ein alter Beitrag gerade besonders häufig aufgerufen wird. Vielleicht habt ihr ja noch ein Fenster frei und Lust auf eine Tulpengirlande aus Papier?

Wie geht’s den anderen in Lüneburg und der Heide?

Ich habe heute bewusst nicht so viel gelesen. Aber natürlich möchte ich es wissen: Wie geht es euch? Wie erlebt ihr als Familie diese Zeit?

2 Gedanken zu “FamilienUNalltag – Tag 4 #coronatagebuch

  1. Wir haben heute eine junge Familie aus der Nachbarschaft aufgenommen, die ihre Weltreise vorzeitig abbrechen musste und ihre eigene Wohnung noch bis Monatsende untervermietet hat. Mit allem Chaos im Vorfeld: es fühlt sich soooo richtig an, eine Bereicherung für unser Leben!

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