Elsa hier, Anna da – Warum ich dem „Eiskönigin“-Fantum inzwischen was positives abgewinnen kann und Merchandise nicht immer Mist ist

(Dieser Beitrag enthält unbeauftragte/unbezahlte Werbung)

1 1/2 Jahre! So lange ist es schon her, dass Smarti zum ersten Mal „Die Eiskönigin“ schauen durfte. So lange begleiten uns Elsa, Anna, Olaf und co. nun schon fast täglich in unserem Familienleben.

Anfangs habe ich mich stark dagegen gewehrt, auch nur irgendwelche Produkte zu kaufen, die mit den Filmhelden verziert sind.

Inzwischen besitzen wir ein selbst genähtes Elsakleid, ein Annakostüm, Haarspangen, Duschgel, zwei Legosets, einen Schlafanzug, Socken, ein Puzzle, kleine Spielfiguren, zwei Spiele und diverse Zeitschriften. Manches davon finde ich gut, manches ist echt zum Augenrollen. Doch grundsätzlich kann ich sagen, dass meine anfängliche Abneigung durchaus verflogen ist. Vielleicht bin ich nur betriebsblind geworden, eventuell haben wir aber auch einen guten Weg gefunden, mit der Hysterie und dem Fantum umzugehen.

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Diese Begeisterung positiv zu sehen, fällt auf den ersten Blick nicht unbedingt leicht. Was war ich genervt von diesem Tunnelblick meines Kindes, das gefühlt nichts anderes mehr in der Stadt erblickt hat als „diesen ganzen Mist“. Doch nach so langer Zeit kann ich tatsächlich auch diverse Dinge benennen, die ich richtig gut finde.

Was ich dem Elsawahn meiner Tochter positives abgewinnen kann?

  • Meine Tochter mag Blau! Seit etwas über einem Jahr kann ich Klamotten kaufen, die nicht nur rosa, pink und lila glitzern. Nein, es darf jetzt auch blau oder türkis sein. Und glitzern. Was für ein Zufall oder?
  • Für Lego war Smarti (zum Leidwesen ihres Papas) noch nie so richtig zu begeistern. Mit dem Duplo haben nur wir Erwachsenen was vorgebaut und wenn der Papa im Laden durch die Legoecke gestromert ist, war es ihr auch herzlich egal, was da so rumstand. Bis zu dem Tag, an dem sie den Eispalast entdeckt hat. Ab da gab es nur noch einen Wunsch. Dieser hat sich arg lang gehalten und zum ersten Mal wusste ich, dass auch kleine Kinder schon echte Herzenswünsche haben können. Und siehe da, sie entdeckt dank den Eiskönigin-Sets eine neue Spielwelt, baut nach Anleitung und auch mal ohne. Sie spielt Filmszenen nach, seit kurzem vereint sie die Figuren mit anderen „Nicht-Elsa“-Sets und baut auch große Techniksachen zusammen mit dem stolzen Papa. Es brauchte also nur den richtigen Anreiz.
  • Mein Kind gehört nicht gerade zu der Sorte Mensch, die einfach auf andere zugeht. In größeren Gruppen wie dem Musikgarten oder der Tanzgruppe hält sie sich an die Erwachsenen oder ihre altbekannten Freunde. Da die Eiskönigin aber eigentlich fast immer und überall auftaucht, traut sie sich dank Eisbrecher wie Shirts, Flaschen oder Rucksäcken, die andere kleine Fans mit sich herumtragen, auch mal andere Kinder anzusprechen oder anzulächeln. Ich glaube manchmal, sie fühlt sich einfach schneller wohl, wenn sie sich dadurch in einem Kreis von Gleichgesinnten wiederfindet.
  • Wo gibt es denn sowas? Haargummis und -spangen von Kindern, die nicht nach ein paar Mal tragen im Kindergarten verloren gehen? Mein Kind lernt wirklich auf die geliebten Sachen aufzupassen und behandelt sie pfleglich. Zugegeben, bei dem ein oder anderen Teil wäre ich nicht allzu traurig gewesen, wenn es im schwarzen Kitaloch verschütt gegangen wäre. Aber hey….
  • Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Schrott und Mist. Überall? Das war meine klare (unreflektierte) Meinung am Anfang zu den ganzen Merchandise-Produkten. Doch das stimmt nicht ganz. Im Vergleich zu anderen Filmfiguren bietet die Spielzeugwelt bei der Eiskönigin neben dem ganzen unnötigen Gedöns auch eine Vielzahl von schönen und guten Produkten an. Seitdem ich das weiß, versuche ich fürs Schenken Tipps zu geben, erkläre Smarti einfach, dass es Unterschiede bei der Qualität gibt und wir deshalb nicht jeden Elsa-Kram kaufen, den sie vielleicht schön findet.

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Wollt ihr wissen, was ich empfehle für eure kleinen Fans zu Hause?

JA zu Verbrauchsmaterialien

Allgemein kann ich empfehlen, bei Verbrauchsmaterialien nachzugeben. Duschgel, Cornflakes, Ausmalbücher, Stifte… Sofern die Sachen nicht überteuert oder von schlechter Qualität sind, könnt ihr euch sicher sein, dass die Produkte kurz- bis mittelfristig wieder verschwinden und trotzdem ihren Zweck erfüllt haben (sauber machen, Frühstück und nicht zu vergessen –> das glückliche Kind).

Bastelsets finde ich in dem Zusammenhang ebenso unbedenklich. Smarti zum Beispiel liebt im Moment Bügelperlen. Ohne Anleitung oder Vorlage kommt aber meistens nur Deko dabei heraus, die mit einem gequälten DANKE schnell in meiner Tasche verschwindet. Zum Geburtstags bekommt sie deshalb unter anderem dieses kleine Set.

Verkleidung – kann ein Kind zu viele Kostüme haben?

Meine Kinder lieben es, sich zu verkleiden. Anfangs war ich allerdings total gegen allzu spezielle Kleider in unserem Sortiment. Das erste Elsa-Kleid habe ich selbst genäht, weil mir nichts gefiel, es aber seitens des Kindes KEINE ANDERE OPTION in Sachen Verkleidung gab. Nun bin ich sogar ein wenig stolz, dass es bei meinen mittelprächtigen Nähkünsten trotzdem schon über ein Jahr hält. Ich habe schon diverse Läden durchforstet; auch nach einfachen Feen- oder /Prinzessinnenkleider und muss bisher sagen: Egal in welcher Preiskategorie man schaut, machst du es nicht selbst, dann lassen die Qualität der Sachen und die Verarbeitung gerade bei Kleidern fast immer zu wünschen übrig. Ohne die entsprechenden Glitzerstoffe kommen sie beim Kind aber meist nicht an. Trotzdem kann man auch ohne großartige Nähkünste schnell eine Verkleidung selbstzusammenstellen. Ein blaues Kleid (wenns sein muss mit etwas Glitzerpailetten „aufhübschen“), eine Schleppe aus Organza, evt. noch ein paar Handschuhe und ein aus Wolle geflochtener blonder Zopf… Schon kann die Eiskönigin „Leddigo“ trällernd durch die Wohnung zaubern.

LEGO-Sets, gebraucht oder neu

Ich habe ja schon geschrieben, dass wir von den Lego-Sets begeistert sind. Super finde ich daran, dass diese sich gut gebraucht kaufen und verkaufen lassen, denn die Qualität lässt bei den Steinen zum Glück nicht nach. Sofern die Sets vollständig sind, gibt es immer wieder genug heranwachsende Fans und da die Sets als Neuware nicht immer allzu lange erhältlich sind, ist der Gebrauchtmarkt in dem Fall wirklich eine tolle Alternative zum Neukauf.

Poster als digitaler Download oder aus Zeitschriften mit Bilderrahmen

Es gibt sie tatsächlich. Poster, die keinen Augenkrebs bei empfindlichen Eltern hinterlassen. Ich tue mich wirklich schwer damit Bilder, Aufkleber usw. im Kinderzimmer zu akzeptieren, die nicht in mein geliebtes Farbkonzept passen. Leider machen es einem die meisten dieser Bilder da aber auch wirklich nicht leicht. Doch wie ich festgestellt habe, hilft es manchmal schon, Poster der Kategorie „ganz akzeptabel“ mit einem schönen Bilderrahmen aufzuwerten. Außerdem habe ich hier Bilder zum selbst ausdrucken gefunden, die sogar ich richtig schön finde. Ich habe die Bilder als Foto bei DM ausgedruckt. In der richtigen Größe ist die Qualitiät wirklich super.

Spielpsaß für die ganze Familie

Wir besitzen zwei wirklich schöne Spiele. Der PopUp-Olaf (leider scheint es den gar nicht mehr im Handel zu geben) und „mein magisches Wettlaufspiel“ sind hier regelmäßig im Einsatz und ich bin zuversichtlich, dass sie auch die zweite Fan-Generation noch überleben werden. Bei dem Wettlaufspiel finde ich es gut, dass es nicht einfach ein Abklatsch von einem bekannten Spiel in anderer Aufmachung ist, sondern mir das Spiel vorher selbst nicht bekannt war. So macht es auch den Erwachsenen ein wenig mehr Spaß. Beim PopUp Olaf kann sogar Karli schon mitspielen und so haben bei diesem Spiel wirklich alle ihre Freude, wenn Olaf aus seiner Tonne gehüpft kommt.

Puzzle sind bei uns außerdem sehr beliebt und das Kind hat seine ganz eigenen Regeln entdeckt, was ich sehr spannend finde. Während ich nach der klassischen Methode vorgehe und erst Eck- und Randteile suche, ruft sie sofort „Ich puzzle zuerst Elsa, dann Anna.“ und legt sich dafür alle Teile zurecht.

So. Und nun bin ich wirklich, wirklich sehr auf eure Meinungen gespannt. Wie lange hat die Hysterie bei euch angehalten? Wie seid ihr damit umgegangen? Könnt ihr weitere Produkte empfehlen, die ich vielleicht mit in den Beitrag aufnehmen sollte?

2 Gedanken zu “Elsa hier, Anna da – Warum ich dem „Eiskönigin“-Fantum inzwischen was positives abgewinnen kann und Merchandise nicht immer Mist ist

  1. Meine Kleine war auch lange im Elsa-Fieber. Mit Lego und Co hatte ich kein Problem, mich störte nur, dass meine Maus fast ausschließlich Kleidung mit Elsa tragen wollte. Mittlerweile ist das aber kein Thema mehr. Sie sieht sich den Film zwar noch ab und zu an, ansonst ist Elsa für sie aber uninteressant geworden.
    Liebe Grüße, Simone

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  2. Huhu, da sind tolle Tipps dabei. Nach etwa 3 Jahren Elsafieber ist bei uns der Spuk fast wieder vorbei. Bei Verbrauchsmaterialien habe ich nie nachgegeben, weil es in der Regel teurer war als das No-Name-Produkt und es muss ja nicht immer Geschenke geben. Zum Geburtstag durfte aber schon viel Merchandise einziehen – und die Kinderaugen leuchteten. Viele Grüße, Nadine

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